Die Vorbereitung auf den Athenlauf

 

Februar/März

Aufgrund des harten Trainings, das bis dahin problemlos bewältigt werden konnte, merkte ich quasi von heute auf morgen - ohne vorherige Anzeichen - dass die Lockerheit und Leichtigkeit beim Morgentraining stark nachließ. Ein möglicher Grunde könnte sicherlich der extrem kalte Winter sein, der u.a. einen hohen Energiebedarf zusätzlich erforderte.

Sofort wurde das Morgentraining reduziert, d.h. es wurden nur noch sehr lockere Morgenlaufe durchgeführt. Es wurden täglich ca. 30-35 km gelaufen und zwar größtenteils locker. Je nach Befinden konnten danach 2-3 Mal die Woche sehr schnelle Berglaufe auf Zeit am Stocksberg durchgeführt werden.

April

Es wurde endlich wärmer und so konnte erstmals Barfußlaufen auf Sportplätzen durchgeführt werden.

Mai

Jetzt standen im Trainingslager im Schwarzwald konkrete intensive Leistungstests auf dem Programm.

Morgens nach dem Einlaufen wurden 7,5 km Berglaufe mit 900 Meter Höhenunterschied auf Zeit durchgeführt.

Gerade im Mai wechselte ich Berglauf und schnelle Tempoeinheiten auf Sportplatzrasen ab. Besonders intensiv waren dabei die Tempoeinheiten in diversen Stadien in Athen, im Rahmen der Organisation für den Athenlauf.

Juni

Nach einem harten Maitraining wurden 14 Tage größtenteils lockere Einheiten durchgeführt (zuerst barfuß), um Mitte Juni eine 3-Tage-Tour (je 65 km) mit Tempoeinheiten durchzuführen, um Stärken und Schwächen zu identifizieren, damit ich mich auf den Athenlauf schon halbwegs einstellen konnte.

Juli

Nach dieser 3-Tage-Tour und weiterer harter Tempoläufe (gerade auch bei den hohen Julitemperaturen) wurden wieder genügend Regenerationseinheiten, vor allem am frühen Morgen und späten Abend) durchgeführt. Gerade auf naturnahen Waldsportplätzen brachten ganz lockere Barfußläufe mit anschließendem Schwimmen im Breitenauer See hohe Regenerations- und Entspannungseffekte. Dadurch konnte auch wieder eine mentale Frische hergestellt werden.

August

Im Trainingslager verbunden mit Urlaub (1. - 16. August) in Wendelstein (Bad Feilnbach) konnte eine gute Balance zwischen Tempo- und Regnerationseinheiten (Flachetappen) hergestellt werden. Vorteilhaft war dabei auch, dass gesund und viel gegessen wurde und morgens der Frühlauf auf 7:30 Uhr verlegt wurde, so dass das Schlafdefizit ausgeglichen werden konnte.

September

Viele Barfußläufe (3 Mal am Tag) und 3 Mal 10 km zwischendurch sowie einige sehr schnelle Testläufe führten nun bei mir zu völliger Frische.

Die letzte Vorbereitungswoche ist jetzt angebrochen und es wird kilometermäßig weiter runter reduziert, damit das Tiger-im-Käfig-Gefühl erwacht und jetzt endlich der Startschuss fällt.