Laufen und die sehr positiven Effekte auf den Fettmetabolismus und der Vermeidung der Arterosklerose

LDL Cholesterin -  mit bekanntester Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen –  positive Regulierung mit einfachster Methode: Laufen / Ausdauersport

LDL Cholesterin (Cholesterin gebunden Low Density Lipide) ist einer der bekanntesten und wichtigsten Risikofaktoren in bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Medikamente welche den LDL- C Spiegel im Körper senken können. Um eine noch besseres Cholesterin-Profil im Körper zu erreichen, wird seit vielen Jahren versucht das HDL –Cholesterin zu heben. Denn ein inverses Vorgehen – Senken des LDL-C bzw. ein Heben des HDL-C gilt als bester Schutz zur Vermeidung eines kardialen Events.Für das Erhöhen des HDL-C gibt es bislang keine befriedigende medizinische Lösung. Die beste Methode zur Hebung des HDL-C gilt der regelmäßige Ausdauersport – am einfachsten durch Laufen. Gleichzeitig senkt regelmäßiges Laufen den LDL-C Spiegel. Somit wird durch eine „einfache Anwendung“ (das Laufen) beide Ziele synchron erreicht.

Eine weitere  in weiten Kreisen der Medizin noch nicht bekannte Tatsache ist die, dass das höchste Artherosklerose-Risiko (Verengung der Blutgefäße) durch oxLDL (oxidiertes LDL) ausgeht, welche sich insbesondere aus einer LDL-C Unterfraktion (Subklasse) den sd LDL (small dense LDL) durch Oxidation entwickeln. Die sd („kleine dichte“) LDL zirkulieren am längesten im Blutkreislauf, sind oxidativ sehr  anfällig und werden bevorzugt von aktivierten Makrophagen, welche sich in artherosklerotischen Plaques zu Schaumzellen umgewandelt haben, aufgenommen. Die sd LDL-C besitzen ein ca. 3-7 fach erhöhte Artherogenität gegenüber den großen, leichten LDL-C.  
Das LDL-Subklassenprofil kann durch Ennährung, körperliche Aktivität und Medikamente beeinflusst werden, ohne dass sich das Gesamt-LDL-C verändern muss. Die deutlichsten Effekte auf den Lipoproteinstoffwechsel mit einer Verringerung der kleinen, dichten LDL sind durch Kombination aus diätetischen Maßnahmen und körperlicher Aktivität zu erreichen (Laufen). Eine diätetische Beeinflussung liegt in der Reduktion des Konsums von einfachen Zucker, welche besonders den Triglycerid-Spiegel heben, welche wiederum hauptsächlich die Ursache für eine hohen sd LDL Konzentration sind.

Ein weiterer  inhärenter Effekt tritt mit dem Erhöhen des HDL-C durch z.B. Laufen dadurch auf, dass HDL zur körpereigenen antioxidativen Kapazität beiträgt Eine Enzymaktivität trägt zur Erniedrigung des Homocysteins im Körper bei, welches als weiterer Risikofaktor gilt.

Laufen /Ausdauersport beeinflusst somit in verschiedenster , subtiler und komplexer Art den Fett- (aber auch Kohlenhydrat-) stoffwechsel, sodass sich als Endresultat ein sehr günstige Stoffwechselbalance ergibt und ein Herz-Kreislauf-Risiko deutlich minimiert. 

Autor

Dr. Achim Stangl

E-Mail: achim.stangl(at)siemens.com

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